Schule zuhause

Die Corona-Pandemie hat das deutsche Bildungssystem aufgerüttelt. Die Schließung von Schulen und das damit einhergehende Homeschooling zeigten, wie dringlich Konzepte  benötigt werden, um Präsenz- und Online-Lernen sinnvoll miteinander verbinden zu können.

Die Rahmenbedingungen für das Gelingen eines solchen „hybriden“ Unterrichts erscheinen nach dem vermuteten Stand der Digitalisierung im schulischen und privaten Bereich über weite Strecken gegeben bzw. mehr oder weniger kurzfristig herstellbar zu sein1). Dies wären:

  • ein verlässlicher Zugang zum Internet über einen Access-Point
  • ein digitales Endgerät2) mit Mikrofon und Kamera zur ausschließlichen Nutzung durch die Beteiligten, damit diese sich jederzeit ins Internet einwählen können. Ein Headset wäre wünschenswert.
  • eine sichere und auf eine frei bestimmbare Zahl von Teilnehmer*innen zugeschnittene Lernplattform:
    • auf die bzw. von der Text-, Bild- und Videodateien hoch- und heruntergeladen werden können
    • auf der über Chats, besser über Audio- und optimal über Videosessions konferiert werden kann
    • über die Mitglieder Emails mit Anhängen senden und empfangen können
    • von der aus Lehrkräfte Zugriff auf die Rechner der eingebundenen Schüler*innen nehmen können (Remote Control), um unter deren Augen Einstellungen vorzunehmen oder sonstige Hilfen geben zu können
    • die Rahmen und Werkzeuge zur Gestaltung von Kursangeboten vorhalten, mit denen Lehrkräfte eigene Lernangebote in Ergänzung zu denen von Antolin, „Anton“ oder „Sofatutor“ gestalten können

Ein besonderes Augenmerk sollte dabei darauf gerichtet sein, den allseits beklagten Kontaktmangel zwischen Lehrkräften, Schüler*innen und Eltern entgegenwirken zu können.


1) Dass das in einigen Familien zu Problem führen kann, soll nicht in Abrede gestellt werden. Wie dem begegnet werden kann, wäre aber ein eigenständiges Thema.

2) Das IQSH hat eine völlig neu überarbeitete Broschüre „Empfehlungen für die schulische IT- und Medienausstattung“ herausgegeben, die in der Hinsicht sehr aufschlussreich sein dürfte. Interessant ist auch die von der „Stiftung Bildungspakt Bayern“ veröffentlichte Abhandlung „Zum Einsatz mobiler Endgeräte im Unterricht“, die hier als Word-Datei heruntergeladen werden kann.